ZINKPOWER K21

K21 – Green Innovation Building

Architekt: Arch. DI Christian Rutzka
Bauherr: ZINKPOWER Gruppe

Büros und Lager auf sieben Geschoßen in Brunn / Geb

K21 nennt der Bauherr, die ZINKPOWER Gruppe sein neues Gebäude in Brunn am Gebirge, in dem nach Fertigstellung 2020 auf sieben Geschoßen Lager- und Büroräumlichkeiten Platz finden werden. „Das K21 verkörpert stilvolle Eleganz in bester Lage von Brunn am Gebirge und besticht durch eine eindrucksvolle Sicht auf das Brunner Umland, den Wienerwald und das südliche Wien“, erläutert Martin Kopf, der Geschäftsführer der ZINKPOWER Gruppe. Und Kopf weiter: „Mit dem K21 bieten wir unseren Mietern die Gelegenheit, Büroflächen und moderne Lagerflächen direkt an einem Ort zu kombinieren.“
Die Gesamtliegenschaft, auf der K21 derzeit entsteht, weist eine Grundstücksfläche von rund 97.000 m2 auf. Das gegenständliche Gebäude wird auf dem westlich gelegenen Teil des Grundstücks auf einer bebauten Fläche von 4.325 m2 realisiert. Das K21 ist vom Tragwerk her eine Stahl-Beton-Verbundkonstruktion, die es ermöglicht, großräumige offene Flächen ohne Wände zu schaffen. Der Hauptzugang erfolgt über ein 14 m hohes, verglastes Foyer, das durch die Verbindungsbrücken des auf den Geschoßen 1 – 3 verorteten Self-Storage-Bereichs eine besondere Markanz gewinnt. Dieser Lagerbereich nimmt eine Fläche von rund 9.500 m2 ein. Er wächst durch weitere, 4,5 m hohe und in Einheiten von 100 – 200 m2 teilbare, größtenteils von außen zugängliche Lagerräume im Erdgeschoß um 1.600 m2 auf insgesamt 11.100 m2 an Lagerflächen an.
Das Ensemble rund um dieses Lager-/Büro-gebäude wird durch eine Halle im Ausmaß von 1.635 m2, durch Parkplätze für die Büromieter sowie durch ein Rückhalte- und Versickerungsbecken für die anfallenden Niederschlagswässer komplettiert.

Arbeitsplatz: Ideen und Konzepte

Besonderes Augenmerk hat Architekt DI Christian Ruczka auf die in Summe 5.400 m2 großen Büroflächen in den Oberschoßen 4 – 6 gelegt. Ein Ergebnis dieser Überlegungen ist die Staffelung der Bürogeschoße an der Westfassade, wodurch großzügige Terrassen entstehen, die den künftigen Nutzerinnen und Nutzern vielfältige Möglichkeiten eröffnen – und sei es „nur“ zur Erholung in kurzen Pausen bzw. zum persönlichen Rückzug. Auch das Mittagessen schmeckt auf einer Open-Air-Terrasse zumeist besser als in einer Betriebskantine.
Drinnen zurück schaffen raumhohe Verglasungen einen direkten Blickbezug zur umliegenden Landschaft. Öffenbare Fenster erlauben es, „frischen Wind“ in die Büros zu lassen. Aufzüge und Foyers sind an den Fassaden situiert. Damit ist gewährleistet, dass in diesen Bereichen eine natürliche Belichtung für ein freundliches, helles Arbeitsumfeld sorgt.

Leitgedanke ökologischer Fußabdruck

Wird dem Arbeitsumfeld große Aufmerksamkeit geschenkt, so liegt in Bezug auf die gesamte Immobilie ein zumindest ebenso großer Fokus auf dem ökologischen Aspekt. Architekt DI Ruczka: „Dank eines Bauherrn, der zeitgemäßen ökologischen Überlegungen aufgeschlossen gegenübersteht, konnten wir zahlreiche Ideen und Konzepte planen, die hier umgesetzt werden. Mit dem K21 entsteht ein Ort, ein Gebäude, das durch innovative, ressourcenschonende (Umwelt- und Haus-)Technik den ökologischen Fußabdruck im Verlauf seiner Nutzung kleiner und kleiner werden lässt. Dem Nutzer Mensch ist das K21 gleichzeitig ein idealer Arbeitsplatz, den er Werktag für Werktag gerne aufsucht.“
Welche Features sind es, die Ruczka dermaßen ins Schwärmen bringt. Ganz oben, auf den rund 5.000 m2 begrünten Dachflächen, freuen sich Insekten und sonstiges Klein-Getier über einen intakten Lebensraum. Dieser kühlt noch dazu das Gebäude, was Kühlenergie und damit Kosten spart, und trägt zu einem guten Mikroklima bei. Anfallendes Regenwasser wird in diesen Gründachflächen gespeichert, überschüssiges Nass gesammelt und in einer 56.000 Liter fassenden Zisterne zwecks Bewässerung der Dachflächen in den heißen und trockenen Sommermonaten gespeichert. Sollte es mehr regnen, wird das Wasser vom Dach in den vor dem Gebäude liegenden Löschwasserteich mit einem Fassungsvermögen von 135.000 Litern geleitet. Erklärtes Ziel ist es, die Bewässerung der Gründachflächen und die Vorhaltung des Löschwasserbeckens ohne Verwendung von Trinkwasser bewerkstelligen zu können.
Die Dächer werden Platz für Photovoltaikanlagen bieten, wobei eine Gesamtleistung von rund 500 kWp angestrebt wird. Die geplante PV-Anlage auf der eingangs erwähnten Halle allein liefert davon rund 150 kWp. Durch diese nachhaltige Energiegewinnung werden mehr als 70 % des Strombedarfs der gesamten Liegenschaft inklusive des verbrauchsintensiven Verzinkungsbetriebs abgedeckt.
Beheizung und Kühlung des Lager- und Bürogebäudes erfolgen über ein gasbetriebenes Blockheizkraftwrk, das neben der Stromproduktion die Abwärme zur Beheizung in den Wintermonaten verwendet. In den Sommermonaten wird über Absorbtionskältemaschinen die Abwärme des Blockheizwerks in Kälte umgewandelt und zur Kühlung der Gebäude verwendet. Pufferspeicher mit 60.000 Litern Inhalt speichern dabei die Kälte- bzw. Wärmeenergie. Die Verteilung der Wärme und Kälte erfolgt überwiegend durch Betonkernaktivierung. Dabei werden Betondecken im Winter erwärmt und im Sommer gekühlt. Für gute Luft sorgt eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung.
Sonnenschutzverglasung und ein außenliegender, textiler Sonnenschutz reduzieren den Kühlaufwand, wozu in den Selfstore-Geschoßen im übrigen auch eine vorgelagerte Lochblechfassade, die den solaren Eintrag verringert, wesentlich beiträgt.
Neben dem Einsatz von LED-Leuchtmittel wird das K21 mit einer intelligenten Gebäudeleittechnik ausgestattet, die neben Zugangskontrolle via Smartphone auch Beleuchtung, Heizung und Kühlung, Beschattung / Sonnenschutz etc. bedarfsgerecht bewerkstelligt. Das System erkennt also, ob jemand Räume nutzt und regelt o. a. Parameter selbständig und besonders effizient. Das System ruft im Brandfall übrigens auch die Feuerwehr …

Fakten


Adresse

Heinrich Bablik Straße 17

A-2345 Brunn / Gebirge

Flächen & Mengen

Grundstück: 97.000 m2

bebaute Fläche: 4.325 m2

Halle: 1.635 m2

Nettonutzfl. Büro: 5.400 m2

HNettonutzfl. Lager: 11.100 m2

Architektur

Arch. DI Christian Rutzka

Chronologie

Baubeginn: 2018

Fertigstellung: 2020

Galerie

Projektpartner

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